Ganz umsonst scheint der Physikunterricht doch nicht gewesen zu sein. Immerhin erinnere ich mich an den Reibungswiderstand. Die Energie, etwas in Bewegung zu setzen, ist ungleich höher als die, es am Laufen zu halten.
Mit einem Blog ist das nicht anders.
So lange man regelmäßig schreibt, ist der jeweils nächste Beitrag schnell gepostet. Viel schwerer ist es, nach einer langen Pause einen neuen Anfang zu finden. Irgendwie legt einem das Bedürfnis, all die zwischenzeitlich wichtigen Begebenheiten zumindest zusammenzufassen, Steine in den Weg. Man kann nach vielen Tagen, Wochen, Monaten doch nicht einfach so weitermachen, als wäre in der Zwischenzeit nichts passiert ...
Aber warum eigentlich nicht?
Weil man irgendwann mal nachlesen will, was man selbst des Aufschreibens für würdig erachtet hat? Das ist ein schöner Gedanke. Aber mal ehrlich - wie oft liest man seinen Blog noch einmal Post für Post durch? Es geht dabei doch wohl eher um das Schreiben an sich als um das Konservieren von Ereignissen und Erlebnissen. Also ist es ziemlich egal, ob ein Blog wirklich fortlaufend geführt wird oder Lücken enthält.
Und so ist im Unterschied zur Physik der Reibungswiderstand keine Konstante, sondern abhängig vom eigenen "Mut zur Lücke".
Den ich hiermit aufbringe ... *g*