Jede Frau will die Nummer Eins ihres Mannes sein. Nicht nur in der Gesamtwertung. Dort ist das selbstverständlich und wenn sie es nicht (mehr) sein sollte, wird es Zeit, ihm ein Schleifchen umzubinden, die Adresse seiner neuen First Lady auf die Stirn zu tätowieren, ihn ausreichend zu frankieren und vor der nächsten Postagentur abzustellen.
Nehmen wir also an, zwischen den beiden wäre in dieser Beziehung alles in Ordnung und sie stünde ganz oben auf der Gesamtwertungsliste.
Ist das genug?
Oder will sie auch in jeder Einzeldisziplin die Topposition?
Gut, ich weiß, das ist unrealistisch.
Und es gibt auch Bereiche, in denen ein hinterer Platz zu verschmerzen ist.
Wenn Mamas Essen zum Beispiel immer noch besser schmeckt und er sie für die beste Köchin der Welt hält, dann kann sich frau damit trösten, dass das mit jahrelanger Prägung zu tun hat. Sie kann lächeln, weil sie weiß, Zeit und Gewöhnungseffekt werden für sie arbeiten.
Wie aber ist es mit ihrer erotischen Anziehungskraft und seinem Begehren?
Sich in dieser Disziplin auch nur mit dem zweiten Platz zufrieden zu geben, fällt da schon viel schwerer. Auch wenn (oder gerade weil) die meisten Frauen glauben, dass ihr Hintern nicht ganz so knackig wie der von Jennifer Lopes, ihr Busen einen Tick weniger prall und einladend als der von Pamela Anderson ist.
Wie also geht frau damit um, wenn ihr Mann nach anderen schaut und sie dann diesen Blick in seinen Augen sieht, den sie um nichts in der Welt mit einer anderen teilen will?
Um ehrlich zu sein - ich habe da noch keine auf Dauer funktionierende Lösung gefunden.
Aber ich tröste mich damit, eine gute Köchin zu sein.
Und gewöhnlich essen Paare öfter gemeinsam als sie miteinander schlafen ...
einfach mal schreiben
Donnerstag, 7. Juli 2011
Mittwoch, 22. Juni 2011
Zurück im Alltag
Die letzten Wochen waren ausgefüllt mit großen, emotional sehr bewegenden Ereignissen. Mein Liebster und ich haben geheiratet, waren auf Hochzeitsreise. Während man da so mittendrin steckt, zwischen Vorbereitungsstreß und "Wolke 7" pendelt, wenn man wie berauscht durch die vielleicht schönste Zeit seines Lebens taumelt und sein Glück gar nicht wirklich fassen kann - dann kann man auch nicht darüber schreiben.
Man sagt sich: "Hinterher. Wenn sich alles gesetzt hat ..."
Und dann ist plötzlich der Alltag wieder da.
Fordernd.
Die Welt dreht sich weiter, auch wenn man sich eine Zeit lang ausklinkt und in einem eigenen Takt tanzt.
Ich trage jetzt einen Ring und einen neuen Namen.
Aber wo läge der Sinn darin, wenn dies das einzige wäre, das sich geändert hat.
Etwas mehr muss schon bleiben von den letzten Wochen.
Deshalb will ich trotz aller alltäglichen Notwendigkeiten nicht vergessen, mich zu erinnern.
Darüber schreiben.
Und all die wunderschönen Bilder immer wieder in mein Gedächtnis zurückrufen, so oft es geht.
Man sagt sich: "Hinterher. Wenn sich alles gesetzt hat ..."
Und dann ist plötzlich der Alltag wieder da.
Fordernd.
Die Welt dreht sich weiter, auch wenn man sich eine Zeit lang ausklinkt und in einem eigenen Takt tanzt.
Ich trage jetzt einen Ring und einen neuen Namen.
Aber wo läge der Sinn darin, wenn dies das einzige wäre, das sich geändert hat.
Etwas mehr muss schon bleiben von den letzten Wochen.
Deshalb will ich trotz aller alltäglichen Notwendigkeiten nicht vergessen, mich zu erinnern.
Darüber schreiben.
Und all die wunderschönen Bilder immer wieder in mein Gedächtnis zurückrufen, so oft es geht.
Dienstag, 19. April 2011
"Schatz, möchtest du etwas trinken?"
Manche Abende fühlen sich seltsam an.
Wenn man so schweigend nebeneinander sitzt und der Abstand größer und größer zu werden scheint, je länger man nicht miteinander spricht.
Es gab keinen Streit, kein missgestimmtes Wort, keine Ursache für das Schweigen. Doch man spürt den anderen von sich wegdriften und kann nichts dagegen tun.
Es scheint unmöglich zu sagen, was man gerade fühlt.
Die ersten Worte müssten schon völlig belanglose sein.
"Schatz, möchtest du etwas trinken?"
Wenn man so schweigend nebeneinander sitzt und der Abstand größer und größer zu werden scheint, je länger man nicht miteinander spricht.
Es gab keinen Streit, kein missgestimmtes Wort, keine Ursache für das Schweigen. Doch man spürt den anderen von sich wegdriften und kann nichts dagegen tun.
Es scheint unmöglich zu sagen, was man gerade fühlt.
Die ersten Worte müssten schon völlig belanglose sein.
"Schatz, möchtest du etwas trinken?"
Dienstag, 29. März 2011
Reibungswiderstand
Ganz umsonst scheint der Physikunterricht doch nicht gewesen zu sein. Immerhin erinnere ich mich an den Reibungswiderstand. Die Energie, etwas in Bewegung zu setzen, ist ungleich höher als die, es am Laufen zu halten.
Mit einem Blog ist das nicht anders.
So lange man regelmäßig schreibt, ist der jeweils nächste Beitrag schnell gepostet. Viel schwerer ist es, nach einer langen Pause einen neuen Anfang zu finden. Irgendwie legt einem das Bedürfnis, all die zwischenzeitlich wichtigen Begebenheiten zumindest zusammenzufassen, Steine in den Weg. Man kann nach vielen Tagen, Wochen, Monaten doch nicht einfach so weitermachen, als wäre in der Zwischenzeit nichts passiert ...
Aber warum eigentlich nicht?
Weil man irgendwann mal nachlesen will, was man selbst des Aufschreibens für würdig erachtet hat? Das ist ein schöner Gedanke. Aber mal ehrlich - wie oft liest man seinen Blog noch einmal Post für Post durch? Es geht dabei doch wohl eher um das Schreiben an sich als um das Konservieren von Ereignissen und Erlebnissen. Also ist es ziemlich egal, ob ein Blog wirklich fortlaufend geführt wird oder Lücken enthält.
Und so ist im Unterschied zur Physik der Reibungswiderstand keine Konstante, sondern abhängig vom eigenen "Mut zur Lücke".
Den ich hiermit aufbringe ... *g*
Mit einem Blog ist das nicht anders.
So lange man regelmäßig schreibt, ist der jeweils nächste Beitrag schnell gepostet. Viel schwerer ist es, nach einer langen Pause einen neuen Anfang zu finden. Irgendwie legt einem das Bedürfnis, all die zwischenzeitlich wichtigen Begebenheiten zumindest zusammenzufassen, Steine in den Weg. Man kann nach vielen Tagen, Wochen, Monaten doch nicht einfach so weitermachen, als wäre in der Zwischenzeit nichts passiert ...
Aber warum eigentlich nicht?
Weil man irgendwann mal nachlesen will, was man selbst des Aufschreibens für würdig erachtet hat? Das ist ein schöner Gedanke. Aber mal ehrlich - wie oft liest man seinen Blog noch einmal Post für Post durch? Es geht dabei doch wohl eher um das Schreiben an sich als um das Konservieren von Ereignissen und Erlebnissen. Also ist es ziemlich egal, ob ein Blog wirklich fortlaufend geführt wird oder Lücken enthält.
Und so ist im Unterschied zur Physik der Reibungswiderstand keine Konstante, sondern abhängig vom eigenen "Mut zur Lücke".
Den ich hiermit aufbringe ... *g*
Sonntag, 16. Januar 2011
1. Arbeitstag
Manches kommt im Leben so unerwartet und passt doch so gut, wie man es besser gar nicht hätte planen können.
Noch vor einem Monat schaute ich hoffnungsvoll auf die Zahlen meines noch taufrischen Businessplans, freute mich über den guten Start - wappnete mich aber auch zugleich dafür, dass ich einen langen Atem brauchen würde, bis mir die reine Texterei eine sichere Existenz bietet.
Weihnachten kam dann ein überraschendes Angebot.
Redaktionelle Mitarbeit in einer Zeitung. Nicht freiberuflich, sondern Festanstellung. Teilzeit, 20 Stunden pro Woche.
Was für eine Herausforderung!
Was für eine Chance!
Und was für perfekte Bedingungen: Arbeitszeiten, die gut in meinen Tagesrhythmus passen und mir genügend Zeit lassen, meine freiberuflichen Aufträge weiterhin bearbeiten zu können und dazu ein kurzer Arbeitsweg, der selbst mit der Bahn nur wenige Minuten dauert und bei gutem Wetter mit dem Rad zu fahren ist.
Heute ist mein erster Arbeitstag und ich muss zugeben, dass ich aufgeregt bin. Für eine Zeitung habe ich noch nie gearbeitet. Aber ich freue mich auf all das Neue, das ich nun lernen werde.
Noch vor einem Monat schaute ich hoffnungsvoll auf die Zahlen meines noch taufrischen Businessplans, freute mich über den guten Start - wappnete mich aber auch zugleich dafür, dass ich einen langen Atem brauchen würde, bis mir die reine Texterei eine sichere Existenz bietet.
Weihnachten kam dann ein überraschendes Angebot.
Redaktionelle Mitarbeit in einer Zeitung. Nicht freiberuflich, sondern Festanstellung. Teilzeit, 20 Stunden pro Woche.
Was für eine Herausforderung!
Was für eine Chance!
Und was für perfekte Bedingungen: Arbeitszeiten, die gut in meinen Tagesrhythmus passen und mir genügend Zeit lassen, meine freiberuflichen Aufträge weiterhin bearbeiten zu können und dazu ein kurzer Arbeitsweg, der selbst mit der Bahn nur wenige Minuten dauert und bei gutem Wetter mit dem Rad zu fahren ist.
Heute ist mein erster Arbeitstag und ich muss zugeben, dass ich aufgeregt bin. Für eine Zeitung habe ich noch nie gearbeitet. Aber ich freue mich auf all das Neue, das ich nun lernen werde.
Dienstag, 7. Dezember 2010
Fastentagebuch - 3.Tag
Gestern war schrecklich. Der zweite Tag ist immer der Schlimmste. Der Körper hat die leicht zugänglichen Reserven aufgebraucht, sich aber noch nicht auf den Modus "Verdauung - aus, Fettverbrennung - an" umgestellt. Das bedeutet Hunger, Schwächegefühl, Konzentrationsmangel. Eigentlich sollte man an einem solchen Tag nicht arbeiten. Aber wie das Wort "eigentlich" schon sagt ...
Heute geht es mir viel besser. Ich fühle mich ruhig und klar. Immer noch ein wenig wackelig auf den Beinen, aber hier gemütlich in meinem Sessel sitzend, macht mir das nichts aus. Im Gegenteil. Ich würde mich gern in dieses abdriftende Gefühl hinein fallen lassen.
Es hatte schon seinen Sinn, dass Hexen früher einige Tage fasteten, bevor sie Praktiken ausübten, bei denen man andere Bewusstseinsebenen betritt. Es fällt so viel leichter, in diesen Zustand zu kommen. Wie es nachher aussieht, wenn ich mich auf meine Texte konzentrieren muss, weiß ich noch nicht. Ich versuche aber, mir da keinen Druck zu machen.
Erstaunlich ist, dass ich bisher noch nicht das Bedürfnis verspürte, mich auf die Waage zu stellen. Sonst war es mir immer so wichtig gewesen, den Gewichtsverlust in messbaren Zahlen vor mir zu sehen. Ich habe ihn sogar protokolliert und daraus meine Motivation gezogen. Dieses Mal ist es mir völlig gleichgültig. Ich weiß einfach, dass ich ganz zwangsläufig abnehmen werde. Das reicht mir.
Hauptsache, meine Jeans kneift heute Nachmittag beim Einkaufen ein bisschen weniger.
Und nun ein Themawechsel ...
Liebes Tagebuch, ich muss dir einfach sagen, wie sehr es mich gestern gerührt hat, als mein Liebster mir von der Arbeit aus eine sms schickte, in der er mir freudestrahlend mitteilte, dass er(!) weiß, was wir(!) meinen(!) Kindern zu Weihnachten schenken werden. Und wie er dann gestern Abend im Internet recherchiert und es auch gleich bestellt hat.
Dieser Mann ist wirklich etwas Besonderes und ich bin so glücklich, ihn an meiner Seite zu wissen. Es sind diese Kleinigkeiten, die mich immer wieder daran erinnern, ihn nicht als selbstverständlich zu nehmen, obwohl er doch immer so selbstverständlich für mich da ist.
Er sagte einmal, dass ich noch gar nicht wüsste, was es bedeutet, wenn er liebt. In der Tat habe ich lange gebraucht, das in all seiner Tiefe zu begreifen. Und solche Tage wie gestern lassen mich ahnen, dass es auch jetzt noch ein "tiefer" gibt.
Es tut so gut, auf der einen Seite so völlig vertrauen zu können, wie ich es tue - und auf der anderen trotzdem immer noch überrascht zu werden.
Heute geht es mir viel besser. Ich fühle mich ruhig und klar. Immer noch ein wenig wackelig auf den Beinen, aber hier gemütlich in meinem Sessel sitzend, macht mir das nichts aus. Im Gegenteil. Ich würde mich gern in dieses abdriftende Gefühl hinein fallen lassen.
Es hatte schon seinen Sinn, dass Hexen früher einige Tage fasteten, bevor sie Praktiken ausübten, bei denen man andere Bewusstseinsebenen betritt. Es fällt so viel leichter, in diesen Zustand zu kommen. Wie es nachher aussieht, wenn ich mich auf meine Texte konzentrieren muss, weiß ich noch nicht. Ich versuche aber, mir da keinen Druck zu machen.
Erstaunlich ist, dass ich bisher noch nicht das Bedürfnis verspürte, mich auf die Waage zu stellen. Sonst war es mir immer so wichtig gewesen, den Gewichtsverlust in messbaren Zahlen vor mir zu sehen. Ich habe ihn sogar protokolliert und daraus meine Motivation gezogen. Dieses Mal ist es mir völlig gleichgültig. Ich weiß einfach, dass ich ganz zwangsläufig abnehmen werde. Das reicht mir.
Hauptsache, meine Jeans kneift heute Nachmittag beim Einkaufen ein bisschen weniger.
Und nun ein Themawechsel ...
Liebes Tagebuch, ich muss dir einfach sagen, wie sehr es mich gestern gerührt hat, als mein Liebster mir von der Arbeit aus eine sms schickte, in der er mir freudestrahlend mitteilte, dass er(!) weiß, was wir(!) meinen(!) Kindern zu Weihnachten schenken werden. Und wie er dann gestern Abend im Internet recherchiert und es auch gleich bestellt hat.
Dieser Mann ist wirklich etwas Besonderes und ich bin so glücklich, ihn an meiner Seite zu wissen. Es sind diese Kleinigkeiten, die mich immer wieder daran erinnern, ihn nicht als selbstverständlich zu nehmen, obwohl er doch immer so selbstverständlich für mich da ist.
Er sagte einmal, dass ich noch gar nicht wüsste, was es bedeutet, wenn er liebt. In der Tat habe ich lange gebraucht, das in all seiner Tiefe zu begreifen. Und solche Tage wie gestern lassen mich ahnen, dass es auch jetzt noch ein "tiefer" gibt.
Es tut so gut, auf der einen Seite so völlig vertrauen zu können, wie ich es tue - und auf der anderen trotzdem immer noch überrascht zu werden.
Montag, 6. Dezember 2010
Fastentagebuch - 1.Tag
Das Gute am zu Hause Arbeiten ist:
Man muss nicht raus, sondern kann gemütlich vor dem Rechner sitzen, ungekämmt und in bequemen Schlumperklamotten.
Das Schlechte am zu Hause Arbeiten ist:
Man muss nicht raus, sondern kann gemütlich vor dem Rechner sitzen, ungekämmt und in bequemen Schlumperklamotten.
Und man muss sich jeden Tag ganz alleine wieder aufs Neue motivieren.
Wenn das nicht funktioniert, wenn einfach die Lust auf den nächsten Text fehlt, dann bietet der Gang zum Kühlschrank eine willkommene Ablenkung.
Frühstück, zweites Frühstück, zwischendurch einen Schokoriegel ....
Kein Hobbit kennt mehr Mahlzeiten als ein Texter, der sich mit Essen vor der Arbeit drückt.
Manchmal aber muss ich doch raus - und sei es nur zum Einkaufen, weil alle Vorräte aufgebraucht sind.
Tja und dann merke ich, was die Schlumperklamotten so schön verbergen: Die Jeans wird eng und enger und wenn ich SO in die Weihnachtszeit gehe, muss ich neue Hosen auf meinen Wunschzettel setzen. Spätestens da meldet sich mein Selbsterhaltungstrieb.
3 Liter Kaffee, um in die Gänge zu kommen? Kein Problem, auch wenn die Hände zittern.
Eine Zigarette nach der anderen, bis selbst die Rauchverzehrerkerzen vor Überlastung ächzen? Was solls, atmen wird gemeinhin völlig überbewertet.
Aber fett werden? Niemals!
Wer einmal knapp vor den 100 Kilo gestanden hat und um die Mühe weiß, das wieder runter zu bekommen, für den ist drohendes Übergewicht eine solche Horrorvorstellung, dass selbst die extremsten Maßnahmen das kleinere Übel darstellen.
Bei mir läuft es dann immer auf eine Fastenkur hinaus.
Besser - so finde ich - kann man langsam eingeschlichene schlechte Essgewohnheiten gar nicht umstellen und sich dabei mit schnellem Erfolg motivieren.
Das wirklich Schöne daran ist aber, dass ich mir dabei Zeit für mich nehme, mir meiner selbst wieder bewusst werde, mich und meinen Körper positiv wahrnehme und meiner Seele Urlaub vom Alltagsstress gönne.
Keine Crash-Diät also, sondern Heilfasten.
Also auf in den ersten Fasten-Tag!
Man muss nicht raus, sondern kann gemütlich vor dem Rechner sitzen, ungekämmt und in bequemen Schlumperklamotten.
Das Schlechte am zu Hause Arbeiten ist:
Man muss nicht raus, sondern kann gemütlich vor dem Rechner sitzen, ungekämmt und in bequemen Schlumperklamotten.
Und man muss sich jeden Tag ganz alleine wieder aufs Neue motivieren.
Wenn das nicht funktioniert, wenn einfach die Lust auf den nächsten Text fehlt, dann bietet der Gang zum Kühlschrank eine willkommene Ablenkung.
Frühstück, zweites Frühstück, zwischendurch einen Schokoriegel ....
Kein Hobbit kennt mehr Mahlzeiten als ein Texter, der sich mit Essen vor der Arbeit drückt.
Manchmal aber muss ich doch raus - und sei es nur zum Einkaufen, weil alle Vorräte aufgebraucht sind.
Tja und dann merke ich, was die Schlumperklamotten so schön verbergen: Die Jeans wird eng und enger und wenn ich SO in die Weihnachtszeit gehe, muss ich neue Hosen auf meinen Wunschzettel setzen. Spätestens da meldet sich mein Selbsterhaltungstrieb.
3 Liter Kaffee, um in die Gänge zu kommen? Kein Problem, auch wenn die Hände zittern.
Eine Zigarette nach der anderen, bis selbst die Rauchverzehrerkerzen vor Überlastung ächzen? Was solls, atmen wird gemeinhin völlig überbewertet.
Aber fett werden? Niemals!
Wer einmal knapp vor den 100 Kilo gestanden hat und um die Mühe weiß, das wieder runter zu bekommen, für den ist drohendes Übergewicht eine solche Horrorvorstellung, dass selbst die extremsten Maßnahmen das kleinere Übel darstellen.
Bei mir läuft es dann immer auf eine Fastenkur hinaus.
Besser - so finde ich - kann man langsam eingeschlichene schlechte Essgewohnheiten gar nicht umstellen und sich dabei mit schnellem Erfolg motivieren.
Das wirklich Schöne daran ist aber, dass ich mir dabei Zeit für mich nehme, mir meiner selbst wieder bewusst werde, mich und meinen Körper positiv wahrnehme und meiner Seele Urlaub vom Alltagsstress gönne.
Keine Crash-Diät also, sondern Heilfasten.
Also auf in den ersten Fasten-Tag!
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