Donnerstag, 7. Juli 2011

Nummer Eins sein

Jede Frau will die Nummer Eins ihres Mannes sein. Nicht nur in der Gesamtwertung. Dort ist das selbstverständlich und wenn sie es nicht (mehr) sein sollte, wird es Zeit, ihm ein Schleifchen umzubinden, die Adresse seiner neuen First Lady auf die Stirn zu tätowieren, ihn ausreichend zu frankieren und vor der nächsten Postagentur abzustellen.
Nehmen wir also an, zwischen den beiden wäre in dieser Beziehung alles in Ordnung und sie stünde ganz oben auf der Gesamtwertungsliste.
Ist das genug?
Oder will sie auch in jeder Einzeldisziplin die Topposition?
Gut, ich weiß, das ist unrealistisch.
Und es gibt auch Bereiche, in denen ein hinterer Platz zu verschmerzen ist.
Wenn Mamas Essen zum Beispiel immer noch besser schmeckt und er sie für die beste Köchin der Welt hält, dann kann sich frau damit trösten, dass das mit jahrelanger Prägung zu tun hat. Sie kann lächeln, weil sie weiß, Zeit und Gewöhnungseffekt werden für sie arbeiten.
Wie aber ist es mit ihrer erotischen Anziehungskraft und seinem Begehren?
Sich in dieser Disziplin auch nur mit dem zweiten Platz zufrieden zu geben, fällt da schon viel schwerer. Auch wenn (oder gerade weil) die meisten Frauen glauben, dass ihr Hintern nicht ganz so knackig wie der von Jennifer Lopes, ihr Busen einen Tick weniger prall und einladend als der von Pamela Anderson ist.
Wie also geht frau damit um, wenn ihr Mann nach anderen schaut und sie dann diesen Blick in seinen Augen sieht, den sie um nichts in der Welt mit einer anderen teilen will?
Um ehrlich zu sein - ich habe da noch keine auf Dauer funktionierende Lösung gefunden.
Aber ich tröste mich damit, eine gute Köchin zu sein.
Und gewöhnlich essen Paare öfter gemeinsam als sie miteinander schlafen ...

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